Justice
Zuletzt haben die zwei Franzosen Gaspard Augé und Xavier de Rosnay mit ihrem Debüt Cross die Tanzflächen mit schwerem Gerät umgepflügt. Und wenn das noch nicht genug gewesen wäre: Ein neues Album gibt jetzt noch mehr Feuer. Dabei war doch eigentlich alles nur mit Hintertür, doppeltem Boden, Augenzwinkern gemeint. Zu spät, Justice wurden das Maß der Dinge, flochten in ihre Sets Metallica wie Slayer ein. Audio Video Disco stellt also gar keine spezielle Zumutung dar, sondern ist nur konsequent. Das klassische Seventies-Disco-Element wurde hörbar zugunsten des Hangs der Franzosen zu cheesy Prog-Pop der 80er verschoben. Also Harold Faltermeyer, Jan Hammer, Telephone oder aber auch die späten Queen. Damit gelingt ihnen das Kunststück, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen, ohne aber letztlich der Schnelllebigkeit eines Dance-Pop-Acts zum Opfer zu fallen. Audio Video Disco mag das Zombie-Virus sein für all jene, die zuletzt erst mühsam von strengem Minimal aufs partyaffinere Beat-Regime umgesattelt haben, okay. Das macht diese Platte aber nicht schlechter. Im Gegenteil!










